What Business Schools Can Learn from the Medical Profession

Management rühmt sich, die neue Leitdisziplin zu sein. Auch Mediziner sehen sich aufgerufen, die Sprache des Managements zu lernen. Dabei ist gar nicht so klar, was hier als „Gold-Standard“ gelten kann. Was gutes, geschweige denn richtiges (!) Management ist, mag einzelnen Exponenten klar erscheinen, in der Praxis erweisen sich die Ansätze als vielfältig und teilweise äusserst adaptionswürdig.

Gleichwohl, wer einen Harvard-MBA erwarb, durfte immer in Anspruch nehmen, „top of the line“ zu sein. Jüngst hat Nitin Nohira, der Dean von Harvard, das überarbeitete Modell dieser prominenten Managementschule präsentiert. Nohira stellt dabei das Management-Lernen in eine interessante Beziehung zur medizinischen Profession: die Teilnehmenden werden nun realen Situationen in Unternehmen ausgesetzt und dabei von den Harvard-Dozenten betreut. Nicht mehr nur Lehrzimmer-Fälle sind zu bearbeiten. Als Modell dafür dient die Medizin. Assistenten und Assistentinnen behandeln Patienten und werden dabei von erfahrenen Ärzten supervidiert. Das ist die gängige Art und Weise, wie Ärzte ausgebildet und angeleitet werden, selbstverständlich auf der Basis eines erworbenen Wissensstocks. Diese Art von Lernen wird von Harvard nun als Leitform betrachtet, um Praxis-orientiertes Lernen zu ermöglichen. Das ist bemerkenswert, sowohl für die Medizin, die sich freuen kann (wieder einmal) als Vorbild für Management zu fungieren, als auch für das Management bzw. für die Frage, was adäquates Führungslernen ist.

Grenzen der Guidelines

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